Vom täglichen Shadowing zum freien Sprechen nach 30 Tagen: Wann ist genug geübt?
Das tägliche Pensum abzuschließen beantwortet die Frage: Habe ich heute alles wiederholt? Offen bleibt jedoch, ob die gesamte Sammlung bereits langfristig gefestigt ist. Deshalb gibt es in OCAT jetzt den Gesamtfortschritt der Festigung.
Ein Übungstag ist ein Eintrag – Zeit schafft Festigung
Ein Satz kann sich nach mehreren direkten Wiederholungen vertraut anfühlen und eine Woche später trotzdem schwer abrufbar sein. Stabiles Erinnern entsteht, wenn wir ihm nach 1, 3, 7, 14 und 30 Tagen erneut begegnen.
Ist die nächste Wiederholung erst nach 30 Tagen fällig, gilt das endgültige Festigungsziel in OCAT als erreicht: innerhalb dieses Lernzyklus wurde „genug“ geübt.
Auch „fast genug“ zählt zum Fortschritt
Die Stufen tragen gewichtet zum Ziel bei: 20% nach 1 Tag, 40% nach 3 Tagen, 60% nach 7 Tagen, 80% nach 14 Tagen und 100% nach 30 Tagen. OCAT fasst diese Werte für alle Sätze zusammen.
Darum widersprechen sich 33 von 116 Sätzen am endgültigen Ziel und 50% Gesamtfortschritt nicht. Der zweite Wert berücksichtigt auch die bereits erreichten Zwischenstufen.
Die Anzeige ist keine Aussprachebewertung und kein Beweis absoluter Beherrschung, sondern eine Karte der Festigung über mehrere Tage.
Fortschritt sehen, ohne aus dem Übungsfluss zu geraten
Im Shadowing-Modus wird unter dem Sammlungsnamen kurz ein schmaler Fortschrittsbalken eingeblendet und verschwindet anschließend wieder. Er erscheint beim Einstieg, bei einem Stufenwechsel und nach Abschluss der heutigen Aufgaben erneut.
Ein Tipp auf den Sammlungsnamen öffnet Details zu Gesamtfortschritt, geübten Sätzen, Wiederholungen, Stufenverteilung und den nächsten Wiederholungen.
Orientierung statt Druck
Es geht nicht darum, möglichst schnell 100% zu erreichen. Die Anzeige macht kontinuierliche Arbeit sichtbar und hilft, den Moment zu erkennen, in dem eine Sammlung stabil genug für neue Inhalte geworden ist.
